Proktologie - die Lehre von den Enddarmerkrankungen

Darmkrebsvorsorge – Darmkrebs kann verhindert werden!

Darmkrebs ist in Europa bei Männern und Frauen die zweithäufigste bösartige Erkrankung und nimmt weiter zu. In Deutschland erkranken jährlich mehr als 70.000 Menschen daran. Etwa 27.000 Patienten müssen pro Jahr an einem fortgeschrittenen Darmkrebs sterben. Die Zahl der Neuerkrankungen ließe sich deutlich vermindern, wenn Polypen, das sind die Vorstufen des Dickdarmkrebses, rechtzeitig erkannt und in der gleichen Sitzung abgetragen würden. Das ist heute mit der Darmspiegelung (Koloskopie) möglich. Dadurch könnte die Mehrzahl der Patienten, die an Darmkrebs sterben, gerettet werden.

Wir empfehlen die Darmspiegelung (Koloskopie) ab dem 55. Lebensjahr als Vorsorgeuntersuchung. Bei Risiko-Patienten (z.B. bei familiären Darmkrebs-Belastung oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen) sollte die Untersuchung früher erfolgen. Angst vor der Darmspiegelung ist unbegründet, da sie in der Hand des qualifizierten Arztes eine sichere Untersuchung ist und mit entsprechenden Medikamenten keine oder kaum Beschwerden bereitet.