Hämorrhoiden:
Ein aus Blutgefäßen bestehender Schwellkörper ist zusammen mit dem Schließmuskel für die Kontinenz verantwortlich. Wenn dieser Schwellkörper vergrößert ist, spricht man von Hämorrhoiden. Dadurch wird der Feinschluss des Afters beeinträchtigt. Es führt zu Beschwerden wie Nässen, Juckreiz, Brennen und Wundsein. Bei festem Stuhl reißen die Gefäße ein und es kommt zu frischen, hellroten Blutungen. Das Hämorrhoidalleiden kann im Stadium 1 und 2 mit Verödung (Sklerosierung) oder Gummibandabbindung (Ligatur) ambulant und schmerzfrei erfolgreich behandelt werden. Fortgeschrittene Stadien 3 und 4 müssen meist operiert werden. Hier gibt es neue schmerzarme Operationsmethoden, die vom erfahrenen Proktologen je nach Ausprägung ambulant oder stationär angewandt werden können und zur vollständigen Beschwerdefreiheit führen.
Analvenenthrombose:
Diese kleinen, recht schmerzhaften Knoten entstehen durch Blutgerinnsel, die sich in den Venen des Afterrandes bilden können. Je nach Größe und Schmerzhaftigkeit werden sie konservativ behandelt oder in örtlicher Betäubung entfernt.
Analfissur:
Durch Pressen bei der Stuhlentleerung können feine Risse entstehen, die sehr schmerzhaft sind, da die Haut im Analkanal hochsensibel ist. Die Analfissur sollte möglichst
früh behandelt werden, um eine Chronifizierung zu vermeiden. Im Frühstadium führt die Behandlung mit Salben und Analtampons fast immer zur Abheilung. Bei der chronischen Fissur hilft meist nur die operative Entfernung.
Analabszess/Analfistel:
Der Abszess ist eine akute eitrige, abgekapselte, sehr schmerzhafte Entzündung. Der Schmerz lässt sich sehr schnell durch Eröffnung des Abszesses beheben. Wenn sich danach eine Analfistel entwickelt, muss diese dann komplett operativ entfernt werden.